Methoden

Die Zugänge zum Traumverständnis sind für mich je nach Traum und Person unterschiedlich. Manchmal reicht ein intellektuelles Verständnis auf Symbolebene und Sie gehen inspiriert nach Hause, ein andermal ist tiefes Hineinfühlen und die Arbeit mit kreativen Medien, wie z.B. Malen oder kreatives Schreiben, stimmig. Bei Alpträumen oder bei Träumen, die aus einer tiefen inneren Schicht aufsteigen, kann der Prozess des Verstehens und Integrierens eine längere Zeit dauern.

Generell gilt, dass ein Traum ausreichend verstanden ist, wenn Sie ihn konkret auf Ihr Leben beziehen können und wissen, wie Sie die Traumbotschaft so umsetzen, dass es Ihnen nützt. Meist tritt dann ein Aha-Effekt ein.

Immer ist mir dabei wichtig, Ihnen zu vermitteln, wie Sie lernen können, selbst mit Ihren Träumen zu arbeiten.

Traumgespräche


Im Gespräch umkreisen wir gemeinsam den Traum, untersuchen Ihre Gefühle in Bezug auf den Traum, Ihre Assoziationen und die Verbindung des Traums zu den Themen, die in Ihrem Leben gerade wichtig sind. Wichtig ist das Verständnis der Symbole. Gern mache ich Sie mit Visualisierungstechniken vertraut, die Sie zu Hause für sich selbst anwenden können.

Gestaltarbeit

Manche Träume (nicht alle) lassen sich am besten verstehen, indem die Traumbilder zum Sprechen gebracht werden. Die Gestalttherapie arbeitet mit der Annahme, dass alle Traumbilder entfremdete Teile unseres Ich sind. Der Schrank, die Schmuckschatulle mit Juwelen in der hintersten Ecke, die Menschen im Zimmer - alles symbolisiert den Träumer, die Träumerin selbst. In der konkreten Arbeit versetzen Sie sich in die Gegenstände und Menschen hinein und empfinden, wie es ist, dieses versteckte Juwel, dieser Schrank etc. zu sein. Aus dem Erlebten ergibt sich die weitere Arbeit am Traum oder dem Prozess, der sich zeigt.

Der Begriff Gestalt bedeutet eine organisierte sinnvolle Einheit oder Ganzheit, die mehr ist als die Summe ihrer Teile. Ziel der Gestaltmethode ist es, dem Menschen zur Ganzheit seiner Person zu verhelfen.

Die von Fritz Perls, Laura Perls und Paul Goodman entwickelte Methode gründet auf dem Prinzip, dass jeder Mensch das Recht hat, er oder sie selbst zu sein. Sich selbst zu leben, bedeutet, stabil und in innerer Freiheit in sich zu ruhen, gut im Kontakt mit sich selbst und anderen. Fokus in der gestalttherapeutischen Arbeit ist der Bezug zum gegenwärtigen Moment, zu Gefühlen, Gedanken, Körperempfindungen und zu spirituellen Bereichen.

Voice Dialogue

Voice Dialogue wurde in den 1970er Jahren von Hal und Sidra Stone entwickelt. Diese Methode ist bei uns noch nicht sehr bekannt, aber sehr gut anwendbar in der Arbeit mit Träumen.

Die Methode basiert auf der Beobachtung, dass wir, je nach der Rolle oder Situation, in der wir gerade sind, unterschiedlich agieren - dass unterschiedliche "Stimmen“ fühlen, handeln und denken. So gibt es sogenannte Hauptselbste (Primary Selves) - die Persönlichkeitseigenschaften, mit denen wir hauptsächlich den Alltag bewältigen, z.B. inspirierte, antreibende,  angepasste und selbstkritische Stimmen, um einige wenige zu nennen. Neben diesen Hauptstimmen fristen verdrängte Selbste (Disowned Selves; Persönlichkeitseigenschaften, die nicht erwünscht waren und nicht gefördert wurden) ein Leben im Unbewussten und steuern von dort das Leben mit. So mag beispielsweise ein sehr harmoniebedürftiger Mensch streitbare und unbeherrschte Stimmen in sich tragen, von dessen Existenz er möglicherweise nichts weiß, die aber im Traum auftauchen.

Voice-Dialogue-Arbeit ermöglicht, die Selbste bewusst wahrzunehmen und gleichzeitig zu spüren, dass wir im Kern mehr sind als einzelne Persönlichkeitsanteile. Dieser Prozess wird Aware-Ego-Prozess genannt und führt zur Entwicklung eines bewussten Ich und in transpersonale Bereiche. Charakterzüge, Fähigkeiten und Potenziale werden so bewusst erlebt, dass sie allmählich im Alltag wiedererkannt und integriert werden.

Im Traum finden sich natürlich jede Menge Primary- und Disowned-Selves. Träume, vor allem solche, in denen Menschen vorkommen, können hervorragend mit Voice-Dialogue vertieft werden. Es ist jedoch auch möglich, sich als Baum oder als Sonne zu erleben.
















 
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